30.11.2003: Brief aus Chile

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Liebe Freunde und Wohltäter:
Am 19.11.03 haben Sie unserem Kinderheim die wertvolle Gabe von Fr. 5'000.- überwiesen. Wir danken Ihnen ganz herzlich dafür. Wir leben gegenwärtig in einer Krisenzeit und sind froh über jeden Batzen. Die Spende verwenden wir für Nahrungsmittel.
Die sozial-politische Strateguie der gegenwärtigen Regierung heisst: "die Kinder gehören in die Familie und nicht in die Heime". (Das ist richtig und sehr wünschenswert, aber die spezielle, soziale Situation muss auch mit in Betracht gezogen werden.) Also wurden unzählige Berufsleute mit sozialer Ausbildung zur Desinternation, Hilfe und Überwachung der Familien eingesetzt; ohne spezielle Kontrolle der Arbeitsleistung und Erfolges. (Bei uns, im täglichen Leben, ist das Verantwortungsbewusstsein der letzte moralische Wert.) Den Kinderheimen wurde die Subvention drastisch verkürzt (50%), besser gesagt in all' den letzten Inflationsjahren eingefroren. Vorallem dieses Jahr verspüren wir die Teuerung krass, im Monat Mai stiegen die Löhne 10% und die Inflation ist jetzt bei 12.5%. Mehrere Heime haben notgedrungen geschlossen. Jetzt herrscht die "Plage" tausender von Strassenkindern, denn all' die vielen Eltern, wie auch unsere, sind materiell und geistig unfähig Kinder zu ernähren und zu erziehen. Wie soll das weitergehen? Der Staatsapparat ist gross und kompliziert, unser Mitspracherecht (Vereinigung der Kinderheime) wurde planmässig ausgeschlossen und zurückgestellt. Momentan kämpfen wir noch um unser Bestehen.
Wir senden viel herzliche Dankesgrüsse, begleiten Sie mit unserem Gebet und wünschen Ihnen frohe Weihnacht und Gottes Segen durch das ganze Jahr 2004


Ausschnitt aus dem Weihnachtsspiel 2002
 

In unserem Spielpark

Unsers Alpakas mit dem ersten Baby
 

Die Mädchen und Schwestern im Kinderheim "Cecilia Widmer" Traiguen, Chile.