Ökumenischer Suppentag 2006Ökumenischer Suppentag am Sonntag, 12. März 2006

Ökumenischer Suppentag am Sonntag, 12. März 2006

10.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Kirche Fislisbach
10.30 Uhr Fiire mit de Chliine im katholischen Pfarrhaus
10.30 Uhr Suuntigsfiir für Schulkinder im Vereinshaus
11.30 Uhr Suppentag im katholischen Kirchgemeindehaus

 

Helfen Sie helfen
Suppentag sammelt für das Projekt "Mutter und Kind in Not"

 
Am Suppentag vom Sonntag, 12. März 2006, im katholischen Kirchgemeindehaus in Fislisbach unterstützen wir das Projekt "Mutter und Kind in Not".
 
Situation
In der Ukraine leben 52 Mio. Menschen, viele von ihnen in grosser Armut. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs hofften die Menschen auf eine schnelle Besserung ihrer Lage. Doch das Gegenteil ist eingetreten, hohe Inflation und Arbeitslosigkeit suchen das Land heim. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Viele Familien können sich nicht einmal mehr das Allernötigste kaufen. Die Kinder sind zur grossen Last geworden. Dies führt zu einer hohen Abtreibungsrate und zu vielen Strassenkindern, die ohne jegliche Hilfe auskommen müssen.
Ein Team unter der Leitung von Frau Constanti aus Hüttikon erstellt jede Woche "Mutter und Kind in Not"-Hilfspakete. Der Inhalt setzt sich aus Kleidern für das Baby bis zum zweijährigen Kind aus Pflegeartikeln, Nuggis und Schoppen zusammen. Diese Pakete sind sehr wichtig für viele Schwangere in der Ukraine. Oft müssen die Frauen den Alltag ohne Unterstützung ihrer Männer bewältigen. Die Männer sind durch die sehr schwierige wirtschaftliche Lage in diesen Ländern gebrochen und zerstören ihr Leben noch zusätzlich mit Alkohol. Dies führt meistens dazu, dass sie ihre Partnerin verlassen sobald diese schwanger wird. Die Armut, in der die Menschen leben müssen, lässt keine Auswege erkennen, deshalb ist unsere Hilfe so wichtig.
Da die wenigsten Familien in den Dörfern ein Telefon besitzen, erreichen viele Schwangere den Arzt nicht rechtzeitig und müssen zu Hause gebären, was immer wieder Komplikationen zur Folge hat.
Sich gesund zu ernähren ist in der Ukraine sehr schwierig. Wer Glück hat, kann sich einmal pro Woche Fleisch leisten. Lebensmittel werden auf dem Schwarzmarkt eingekauft, weil die Frauen ihre im eigenen Garten angebauten Produkte verkaufen.
Hier in Westeuropa können wir uns kaum vorstellen was es heisst, in äusserster Armut leben zu müssen. Die Menschen in der Ukraine leben von einem Tag auf den anderen, Zukunftsperspektiven aufzubauen ist schwierig.
Eine kleine Hilfe sind unsere Hilfspakete, mit denen wir zeigen möchten, dass sie in ihrem Elend nicht ganz vergessen werden.
Das Projekt "Mutter und Kinder in Not" wird auch von Fislisbacher Frauen unterstützt. Fleissig werden Kinderkleider gestrickt und genäht: Frau Constanti, die Leiterin des Hilfswerks, ist immer auf der Suche nach Baby- und Kinderkleidern, Kinderschuhen, Windeln, Babyspielsachen und Toilettenartikeln. Die Freude über unsere Mithilfe in Fislisbach ist gross. In Hüttikon konnten wir uns davon überzeugen, dass sich dieses Team mit grossem Aufwand für eine tolle Sache einsetzt.
 
Quelle dieses Artikels: Zeitung "Am Buechberg", Ausgabe Januar 2006